Gartenordnung des Kleingartenvereins Endemühle Kamenz e.V.

Grundlage der Gartenordnung ist das Bundeskleingartengesetz.
Das Kleingartenwesen dient der Gesundheitsförderung und Erholung der Bevölkerung.

Unsere Kleingartenanlage ist Bestandteil des öffentlichen Grüns der Stadt Kamenz.
Die Kleingärten dienen der Eigenversorgung und der Erholung des Kleingärtners und seiner Familie.

Die Gartenordnung regelt die Rechte und Pflichten der Mitglieder für das Zusammenleben im Verein und die Nutzung des Kleingartens. Sie enthält notwendige Regelungen und Orientierungen für:

  • die Beziehung zwischen den Mitgliedern der Kleingartenanlage,
  • die Nutzung des Kleingartens,
  • die Bebauung in den Kleingärten,
  • die Bepflanzung und den Pflanzenschutz,
  • die Bewässerung
  • die Ordnung und Sicherheit
  • die Kündigung des Kleingartens

Die Gartenordnung ist Bestandteil des Unterpachtvertrages.

1.     Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Vereins:

1.1       Die Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Vereins sind geprägt von gegenseitiger Achtung und Unterstützung sowie kameradschaftlicher Hilfe, Rücksichtnahme und Zuvorkommenheit im Verhalten und im Leben des Vereins.

1.2       Jeder Unterpächter eines Gartens ist verpflichtet, auf die Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit durch sich selbst und seine Angehörigen sowie seine Gäste zu achten.
Geräusche, die den Nachbarn belästigen und den Erholungswert beeinträchtigen sind zu unterlassen.
Die Verursachung von Geräuschen ist während der Ruhezeiten sowie an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich verboten.

Die Verursachung von Geräuschen ist an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich verboten.
Dazu zählen: Sägen, Schleifen, Bohren, Hämmern, sowie die Arbeit mit motorbetriebenen Geräten wie Rasenmäher, Heckenscheren und Elektrosägen.

Fußballspielen ist in der Gartenanlage nicht erlaubt.

2.     Nutzung des Kleingartens:

2.1       Der Kleingarten dient der kleingärtnerischen Nutzung, Erholung und Freizeitgestaltung.
Jeder Unterpächter hat das Recht seinen Garten nach seinen Ideen und Vorstellungen zweckmäßig zu gestalten.

2.2       Die Einrichtung des Gartens für Dauerwohnzwecke ist nicht gestattet.

2.3       Der Garten ist persönlich zu nutzen. Eine Ausnahme zur zeitweiligen Nutzung des Gartens durch andere Personen ist mit dem Vorstand zu vereinbaren.
Eine Vermietung ist nicht gestattet.

2.4       Mit der Pacht übernimmt der Unterpächter die Verantwortung für die kleingärtnerische Nutzung des Bodens.
Mindestens 1/3 der Gartenfläche muss für den Anbau von Gemüse, Blumen und Obst genutzt werden.
Die Rasenfläche darf nicht größer als 1/3 der Gesamtgartenfläche sein.

2.5       Für die Abgrenzung des Gartens zu den Wegen sind Hecken zu pflanzen.
Diese Hecken sind ordnungsgemäß zu pflegen und regelmäßig zu schneiden.
Die Innenhecken dürfen eine Höhe von 1,30m nicht überschreiten.

Zum Schutz brütender Vögel ist entsprechend dem Naturschutzgesetz der Heckenschnitt nur nach vorheriger Kontrolle auf Gelege ab 01. Juni erlaubt.

2.6       Für die Einfriedung zum Nachbargarten ist, wenn es gewünscht wird, jeder Gartenfreund für die rechte Seite seines Gartens zuständig.

2.7       Jeder Unterpächter hat die an seinen Garten angrenzenden Wege bis zur halben Breite unkrautfrei und sauber zu halten.

3.     Bebauung:

3.1       Für bauliche Vorhaben aller Art ist beim Vorstand eine Genehmigung einzuholen.
Dem schriftlichen Antrag ist eine Skizze beizufügen, die das Vorhaben verdeutlicht.

3.2       Außer einer Gartenlaube mit einer Größe von max. 24m², einschließlich überdachten Freisitz, dürfen keine weiteren Baukörper errichtet werden.

3.3       In jedem Kleingarten können Gewächshäuser bis zu einer Gesamtgrundfläche von 10m² errichtet werden. Zusätzlich sind Folienzelte, Folientunnel und Frühbeet Kästen gestattet.
(Grenzabstand beachten)

3.4       Die Einrichtung von Feuerstätten mit Schornstein ist verboten.

4.     Bepflanzung und Pflanzenschutz:

4.1       Jeder Kleingärtner ist verpflichtet nur einwandfreies und zugelassenes Pflanzgut zu nutzen und die Hinweise des Vorstandes zu schädlichen und verbotenen Pflanzen zu beachten.
Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge sind zielstrebig mit zugelassenen Mitteln zu bekämpfen.

4.2       Kranke Bäume, Sträucher sowie überalterte Obstgehölze sind zu entfernen. Faulendes Obst und Fruchtmumien sind aus dem Garten zu beseitigen.

4.3       Für die Anpflanzung von Koniferen sind niedrig wachsende Arten auszuwählen.
Ihre Wuchshöhe ist auf 2 (zwei) Meter zu beschränken.

4.4       Die Anpflanzung von Wallnuss- und Waldbäumen ist nicht gestattet.

4.5       Bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen sind die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Vögel und Bienen zu beachten.
Die Gebrauchsanweisungen der Pflanzenschutzmittelhersteller sind zu befolgen.

4.6       Kompostierbare Gartenabfälle, Laub und Reisig sind sachgerecht zu kompostieren. Ein Verbrennen ist grundsätzlich nicht gestattet!

5.     Bewässerung im Kleingarten:

5.1       Die Wasserversorgung unserer Gartenanlage erfolgt über einen Brunnen.
Das Wasser ist kein Trinkwasser.

5.2       Wasser steht nur in dem Umfang zur Verfügung, wie es die Brunnenanlage erlaubt.
Das Wasser ist deshalb sorgsam und sparsam einzusetzen.

5.3       Im Sommer, während Zeiten mit hohen Temperaturen, kann der Vorstand gezwungen sein, das Wasser zeitweilig abzustellen. (Schutz der Pumpanlage.)

5.4       Die Möglichkeit Regenwasser aufzufangen sollte in jedem Garten genutzt werden.

5.5       Die Bewässerung mit einem Schlauch ist nicht gestattet. Ebenso ist die Nutzung von Beregnungsanlagen verboten.

5.6       Kinderplanschbecken mit einem Fassungsvermögen von mehr als 300ℓ sind zum Schutz der Brunnenanlage nicht gestattet.

6.     Ordnung und Sicherheit:

6.1       Am Haupteingang der Gartenanlage ist das große Haupttor grundsätzlich geschlossen zu halten.
Der kleine Nebeneingang ermöglicht ständig das Betreten der Anlage durch alle Bürger.
Die zusätzlichen Nebeneingänge zur Gartenanlage sind geschlossen zu halten.

6.2       Es ist unzulässig die Pachtfläche mit dem Kraftfahrzeug zu befahren, ausgenommen sind unabdingbare Transporte (Kranken- und Materialtransporte)
- siehe Generalpachtvertrag §9 -

6.3       Das Parken von Kraftfahrzeugen aller Art ist in der Gartenanlage nur mit einer Ausnahmegenehmigung des Vorstandes gestattet.
Krankentransporte sind von Einschränkungen nicht betroffen.

6.4       Angefahrene Baumaterialien, Stallmist usw. sind innerhalb von 24 Stunden zu beräumen und die Flächen zu reinigen.

6.5       Das Ansammeln von Unrat und Gerümpel in den Kleingärten ist nicht gestattet.
Anfallende Materialreste, die nicht in den Kleingarten gehören, sind vom Pächter unverzüglich zu entsorgen.
Eine Ablagerung solcher Materialreste hinter dem Garagenkomplex der Gartenanlage ist verboten.

6.6       Die Kleintierhaltung ist nur mit Zustimmung des Zwischenpächters möglich (BkleinG. §20a / 7). Eine Bienenhaltung sollte bevorzugt am Rande der Kleingartenanlage erfolgen. Vor der Anschaffung ist eine Anhörung der Nachbarn vorzunehmen.

6.7       Offene Feuerstellen (Feuerkörbe, Holzkohlengrills und ähnliches) sind so zu betreiben, dass durch Funkenflug, Glut und ähnlichem keine Brände entstehen können. Während des Betreibens der Feuerstelle ist eine Aufsicht zu gewährleisten. Brandbekämpfungsmittel müssen bereit stehen. Feuerkörbe dürfen nur mit naturbelassenem, mehrjährig gelagertem Holz betrieben werden. Erdfeuer sind nicht gestattet.

7.     Kündigung des Kleingartens:

7.1       Die Kündigung des Kleingartens ist schriftlich an den Vorstand abzugeben oder in den Briefkasten am Garagenkomplex einzuwerfen.

7.2       Danach kann der Garten im Schaukasten unter Angabe der Adresse (evtl. Tel.-Nr.) zum Verkauf angeboten werden.

7.3       Wenn der Unterpächter einen Interessenten gefunden hat, ist der Vorstand zu informieren, damit die notwendigen Formalitäten der Übergabe/Übernahme vom Vorstand eingeleitet werden können.

7.4       Bewerbungen für einen Kleingarten sind schriftlich an den Vorstand zu richten.

8.     Schlussbestimmungen:

8.1       Verstöße gegen die Gartenordnung sind eine Verletzung des Unterpachtvertrages und können zur Kündigung führen, vorher sollten Abmahnungen mit Auflagen erfolgen.
Der Vorstand gewährleistet die Einhaltung der Gartenordnung.
Hierzu ist er berechtigt:      - entsprechende Kontrollen durchzuführen,
                                        - schriftliche Auflagen zu erteilen
                                        - gegebenenfalls den Pachtvertrag zu kündigen

8.2       Der Vorstand bzw. von ihm Beauftragte sind berechtigt zur Kontrolle der Gartenordnung die Kleingärten zu betreten.

8.3       Der Vorstand ist berechtigt, die Unterpächter zu Gemeinschaftsarbeiten für die Anlage und die Unterhaltung der Einrichtung heranzuziehen.
 

Diese Gartenordnung gilt ab dem 12.06.2016 und alle vorherigen Versionen verlieren ihre Gültigkeit.